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Pflanztöpfe: Welches Material überzeugt?

Pflanztöpfe zieren Gärten, Einfahrten und Fensterbänke. Wir begegnen Ihnen quasi überall. Dank Ihnen können wir an jedem Ort Blumen anpflanzen und das sogar ohne eigenen Garten. Ohne Frage-Pflanztöpfe machen unser Leben bunter! Aber durch die große Anzahl an Varianten und Modellen, geht der Überblick schnell verloren.

In unserem heutigen Beitrag geht es daher um die richtige Materialwahl beim Blumentopf. Kunststoff, Terracotta oder Holz? Wir zeigen Ihnen die Vorteile und Nachteile und helfen Ihnen dabei, den besten Topf für Ihre Pflanze zu finden.

Nicht jedes Material ist gleich gut geeignet, wenn es um witterungsbedingte Einflüsse, Stabilität und Robustheit geht. Undichte Stellen wie Risse und Löcher können Sie vermeiden, wenn Sie im Vorfeld genau abwägen, was genau Ihr Pflanztopf können muss.

Was muss ein guter Pflanztopf können?

Ein guter Pflanztopf muss einigen Prüfungen standhalten. Er muss der Witterung trotzen. Sei es Regen, Schnee oder enorme Hitze. Zudem sollte er gut mit Feuchtigkeit umgehen können. Wenn sich das Material zu sehr vollsaugt droht das Gefäß bei Wärme zu schimmeln oder bei Frost zu platzen.

Und nicht zuletzt muss der Pflanztopf auch Ihren individuellen Anforderungen entsprechen. Die schöne Optik sollte lange erhalten bleiben. Auch die Stabilität ist wichtig, damit Ihr Gewächs stets sicher steht und nicht durch Umfallen beschädigt werden kann.

In unserem kleinen Ratgeber zeigen wir Ihnen wie die verschiedenen Blumentopf-Varianten abschneiden.

Kunststoff:

Kunststoff ist ein sehr günstiges und leichtes Material. Wenn Sie sich für solch einen Blumentopf entscheiden, müssen Sie sich keine Gedanken um das Gewicht machen. Dies ist von Vorteil, wenn Sie die Pflanze in der kalten Jahreszeit Drinnen überwintern müssen.

Dadurch dass der Topf nicht viel wiegt, kann er aber auch leicht vom Wind umgestoßen werden. Dies ist vor Allem bei kleineren Gefäßen der Fall.

Leider ist Kunststoff nicht besonders resistent gegenüber UV-Strahlung. Es kann zu Rissen und Verfärbungen kommen. Ja nach Blumentopf kann dem aber durch eine bestimmte Beimischung von Pigmenten entgegengewirkt werden.

Ausnahme bildet hier das sehr widerstandsfähige, aber recht teure Fiberglas. Es handelt sich um ein Kunstharz, welches mit Glasfasern verstärkt wird. Fiberglas ist frostfest und langlebig.

Töpfe aus Kunststoff sollten immer ein Ablaufloch haben, da es sonst zu Staunässe kommen kann

Oleander im eckigen Kunststoff-Topf vor Hauswand
Oleander im Kunststoffgefäß

Vorteile:

  • günstiger Preis
  • leichtes Umstellen
  • Großes Farb.- und Formspektrum

Nachteile:

  • nicht immer UV-Beständig
  • Können schnell umfallen

Terracotta

Natürlich sind wir etwas voreingenommen, wenn es um unser persönliches Lieblingsmaterial geht. Unzählige Terracotta-Fans geben uns Recht, denn es ist das am Häufigsten verwendete Material für Pflanztöpfe.

Terracotta ist ein Naturmaterial, welches besonders atmungsaktiv ist. Die Wurzeln der Pflanze werden stets gut belüftet. Dennoch sollten Sie auf ein zusätzliches Ablaufloch achten.

Da Schadstoffe nicht vorhanden sind, können Sie essbare Blumen und Kräuter anpflanzen.

Der gebrannte Ton ist zudem frostfest, wenn es sich um das Original aus Impruneta handelt. Mittlerweile gibt es die Gefäße nicht mehr nur im stets beliebten Rot-Orange, sondern auch im modernen, stilvollen Anthrazit. Die Pflanzkübel sind massiv und bildet mit der Zeit eine schöne Patina aus.

Terracotta ist etwas schwerer als andere Materialien. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei großen Pflanztöpfen für einen festen Platz entscheiden.

Terracotta Töpfe in verschiedenen Größen

Vorteile:

  • Atmungsaktives Naturmaterial
  • Keine Schadstoffe
  • langlebig
  • Ausbildung einer Patina

Nachteile:

  • Gewicht
  • Kleines Farbspektrum

Metall

Blumentöpfe oder Pflanzkübel aus Metall sind wegen Ihrer edlen Optik immer ein Hingucker. Gerade bei diesem Material ist es aber wichtig auf Qualität zu achten. Ansonsten drohen Rost und die Freisetzung von Schadstoffen.

Handelt es sich um Edelstahl ist der Pflanztopf besonders robust und langlebig. Er ist frostfest und trotzt jedem Wetter. Punktabzug gibt es lediglich für den Preis, denn dieses Material ist sehr teuer.

Tipp: Ein Ablaufloch ist zwingend notwendig. Genau wie ein schattiger Platz, da sich der Übertopf im Sonnenlicht schnell aufheizen kann.

Pflanztopf aus Metall

Vorteile

  • edles Aussehen
  • modern

Nachteile:

  • kann Rosten
  • schädliche Inhaltsstoffe
  • nur begrenzt für den Außenbereich geeignet
  • Hoher Preis

Holz:

Auch Holz wird für Pflanzkübel verwendet. Es ist beständig, kann aber über die Jahre seine Farbe verändern. Das Material ist relativ leicht und kann je nach Größe einfach versetzt werden.

Achten Sie immer darauf, dass Sie robuste Holzarten auswählen wie beispielsweise Akazie. Idealerweise sollte das Holz mit einem Öl behandelt werden, damit es frostfest wird. Dieser Vorgang sollte etwa alle zwei Jahre wiederholt werden. Des Weiteren ist Holz anfällig für Schimmel, vor allem wenn das Pflanzgefäß direkt am Boden steht.

Pflanztopf aus Holz mit Günpflanze
Geölter Pflanztopf aus Holz

Vorteile:

  • leicht
  • preiswert

Nachteile:

  • häufiges Lasieren mit Öl notwendig
  • -verfärbt sich mit der Zeit
  • -Neigt zu Schimmelbildung

Fazit: Jedes Material für Pflanztöpfe bietet verschiedene Vor.- und Nachteile. Neben einer schönen Optik und einem Ablaufloch am Boden, sollten Sie stets auf UV-Resistenz und Frostfestigkeit setzen. Das gilt vor Allem dann, wenn Sie Ihren Pflanztopf Außen im Garten oder auf der Terrasse aufstellen.

Auch die Natürlichkeit und die Atmungsaktivität spielen eine große Rolle, wenn es um das optimale Material für Ihren Pflanztopf geht.