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Impruneta – Die Heimat Terracottas

Heute folgen wir den Spuren unseres Terracottas. Nichts eignet sich dafür besser, als den Heimatort „Impruneta“ zu besuchen. Impruneta ist eine kleine Gemeinde im italienischen Florenz. Das idyllische Städtchen liegt in der Nähe des Chianti-Weinanbaugebietes. Impruneta verzaubert seine Besucher nicht nur mit urigen Gässchen und der bekannten Wallfahrtskirche Santa Maria dell´ Impruneta, sondern auch mit seinen unzähligen kleinen Terracotta Manufakturen.

Ein paar Fakten zum Städchen:

Größe: 48 km²

Einwohner: 14.960

Höhe: 275m

Jahrhundertealte Tradition…

Schon seit der Antike wird Impruneta für seine hochwertigen Töpferwaren geschätzt. Früh haben die Menschen festgestellt, dass sich die hier vorhandene Erde besonders gut zur Herstellung von Ziegeln, Krügen und anderen Gegenständen eignet.

Aufgrund der besonderen Qualität bestehen viele Dächer oder Kuppeln in Florenz aus Terracotta. Schnell wurde das Material auf der ganzen Welt berühmt. Auf dem Bild sehen Sie eine überlieferte Anleitung zum Umgang mit Terracotta. Aber was genau macht den Ton in Impruneta so robust und haltbar? Zeit einen kleinen Blick auf die Zusammensetzung zu werfen.

Den Ton getroffen:

Dank einem Meteoriteneinschlag hat der Boden rund um Impruneta eine eindrucksvolle Beschaffenheit. Die wertvolle Zusammensetzung von Mineralien, Aluminium, Kupferoxid und Eisenoxid verleihen dem originalen Impruneta Terracotta seine Qualität. Die Erde ist im Rohzustand eher gräulich. Durch das enthaltene Eisen erhält das Terracotta nach dem Brennvorgang seinen wunderbaren rötlich-braunen Farbton.

Schritt für Schritt zur besten Qualität

Die Erhaltung der Natürlichkeit steht an oberster Stelle. Computergesteuerte Verfahren und Massenproduktion suchen Sie in Impruneta vergebens. Vielmehr setzen die Menschen auf einen liebevollen Umgang mit dem Werkstoff.

Terracotta Vasen werden nicht auf der Töpferscheibe gedreht, sondern in einzelnen Stücken vom von Hand aufgebaut. Cotto-Fliesen werden in Rahmen gefüllt und abgestrichen. Viele Objekte werden von Hand gefertigt, verziert und über Tage im Ofen gebrannt.

Durch die aufwändige Herstellung und die besondere Zusammensetzung ist Impruneta Terracotta frostfest und in der Lage Temperaturen bis zu Minus 25 Grad standzuhalten. Das Besondere, die Atmungsaktivität geht dabei nicht verloren. Dadurch wird das Terracotta Imprunetas zum besten der Welt.  

Arbeit im Meisterbetrieb
Herstellung von Cotto Platten in Impruneta
Terracotta Pflanztopf mit Zopfmuster auf Mauer
Von Hand gearbeiteter Pflanztopf aus Terracotta

Aus Liebe zu Terracotta

Der Stolz auf die Produkte schlägt sich auch im Straßenbild Imprunetas wieder. Zahlreiche Terracotta Lädchen laden zum Stöbern ein. Die Einheimischen zelebrieren ihr Terracotta, dass sie auf der ganzen Welt bekannt gemacht hat. Große Amphoren und prunkvolle Vasen schmücken die heimischen Ecken und Plätze.

Traditionelle Familienbetriebe geben jeher ihr Wissen rund um den Werkstoff von Generation zu Generation weiter. Doch das bedeutet keinesfalls, dass Terracotta nicht zeitgemäß sein kann.

Längst gibt es Terracotta-Gefäße in verschiedenen Farben und Formen, die sich mit modernen Stilen gut kombinieren lassen. Ohnehin trifft ein solch natürliches Material den gegenwärtigen Zeitgeist. Nicht verwunderlich, dass Terracotta aus Impruneta auf der ganzen Welt bekannt ist und sich jeder ein Stück dieser Tradition erhalten möchte.

Mehrere runde Gefäße in Ihrer Lagerstätte.
Runde Terracotta-Gefäße in Impruneta

Fazit: Impruneta ist eine kleine Gemeinde mit einer langen Geschichte. Die Menschen sind mit ihrer Arbeit eng verwoben und sind überall von Terracotta umgeben. Egal ob Sie eine alte Ziegelbrennerei oder ein Terracotta-Lädchen besichtigen möchten, ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.